Aus im Pokal-Halbfinale

Moritz Powalka • 19. Juli 2021

Aus im Halbfinale nach 0:3-Niederlage gegen FC Kalbach

Die gute Pokalsaison der Germania endete im Halbfinale gegen den guten Kreisoberligisten FC Kalbach. Bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein ging es auf dem wohlpräparierten Rasenplatz im Riedstadion munter los. Gerade bei Standards zeigten sich die Kalbacher wacher als die Enkheimer Defensive, aber auch die Germania-Offensive wagte sich gleich ein paar Male gut mit nach vorne. In der 21. Minute erfuhren die Enkheimer Pokalhoffnungen dann einen ersten Dämpfer, als ein Kalbacher Stürmer nach Ballverlust und schnellem Pass in die Gasse frei vor Szafinski auftauchte und überlegt zur Gästeführung einschob. In der Folge raufte sich die Germania aber zusammen und spielte sich mehrmals gut nach vorne. Arhimou verpasste zwei Mal nach ansehnlicher Kombination aus zwei Metern das Tor denkbar knapp und auch Dalle verpasste nur um wenige Zentimeter. Das hätten mindestens zwei Tore für die Enkheimer sein müssen! So kam es wie es kommen musste, als im direkten Gegenzug an die letzte dieser hundertprozentigen Chancen das 0:2 fiel. Im Zentrum zu viel Platz gelassen, im Zweikampf außen nicht durchsetzen können und dann den Rückraum nicht abgedeckt, so lautete das Rezept des zweiten Gegentores. Dies war auch der Pausenstand.

Auch in die zweite Hälfte starteten die Enkheimer engagiert, Müller wurde im letzten Moment geblockt. Leider kam es nur kurz darauf zu einem Missverständnis in der Defensive, als Sazfinski einen Ball aufnahm, mit dem eigenen Müller zusammenprallte und daraufhin den Ball wieder fallen ließ. Der Kalbach Stürmer bedankte sich und musste nur noch ins leere Tor einschieben (49.). Dadurch war den Enkheimer etwas der zahn gezogen, auch wenn ihnen die Bemühung nicht abzusprechen war. Die besten Gelegenheiten vergaben noch Arhimou per Heber und Zeidler per Fernschuss aufs leere Tor. Auf der Gegenseite fanden die Kalbacher jetzt auch viele Räume zum Kontern vor, aber der gut aufgelegte Szafinski hielt mehrmals stark. So blieb es im Endeffekt bei der 0:3-Niederlage aus Enkheimer Sicht.

„Wir haben eine ordentliche Leistung abgeliefert. Kalbach hat zwar verdient gewonnen, aber mit ein bisschen mehr Matchglück kann das auch ganz anders ausgehen. Gegen einen offensiv reiferen Gegner hatten wir zeitweise Probleme, weil wir zu tief standen. Aber wenn wir unsere hundertprozentigen Chancen reinmachen, kann das Spiel auch anders ausgehen.“, fasste der Enkheimer Co-Trainer Anne in Vertretung des im Urlaub weilenden Chefs Caputo die 90 Minuten zusammen. „Insgesamt können wir auf eine gute Pokalsaison zurückblicken. Und bald geht es ja schon wieder los mit der neuen Runde. Davor werden noch intensiv in der Saisonvorbereitung arbeiten, um dann topfit starten zu können.“

Enkheim: Szafinski – Amsiouji (56. Zeidler), Krebs, Powalka, Kitansoki – Arhimou (70. Longo), Dalle, Klatt (46. Müller), Trams, Ouattaleb – Köster

Tore:
 21. 0:1
 37. 0:2
 49. 0:3

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Am Montag vor Ostern starteten für 25 Kinder und 5 Betreuer aus verschiedensten Mannschaften der F-, E- und D-Jugend von Germania Enkheim 5 Tage in der Jugendherberge am Fuße des Feldbergs in Oberreifenberg. Nachdem die Gruppen für die Schlafräume schnell und zu aller Zufriedenheit gefunden waren, wurden die mitten in der Natur gelegene Jugendherberge erkundet und der Bolzplatz und die diversen Tischtennisplatten gleich mal in Beschlag genommen – bis die hungrigen Sportler sich am reichhaltigen warmen Buffet bedienen und ihren Hunger stillen konnten. Die Fußballnationalmannschaft konnte sich dann im WM-Vorbereitungsspiel gegen Ghana über lautstarke Fans vor der Leinwand freuen, auf die das Spiel mit Beamer übertragen wurde. Dank etlichen Ghana Sympathisanten entwickelte sich ein regelrechter Wettstreit um die besten Fangesänge. Wie im Spiel auf dem Rasen einigte man sich auch hier auf Unentschieden. Der Dienstag startete mit einem Indoor Wettbewerb, bei dem sich altersgemischte Mannschaften im Fußballtennis und Tischtennis messen durften und ihre TeamFähigkeitsSkills bei einem Geschicklichkeitswettbewerb weiterentwickeln konnten. Am Nachmittag schnürten dann alle Teilnehmer die Stollenschuhe. Auf der Fußballwiese in Reifenberg setzte sich der Wettbewerb fort: Mit einem Turnier, bei dem die altersgemischten Mannschaften vom Vormittag nun zum Fußball antraten. Für die erfahrenen Spieler eine gern genutzte Möglichkeit, Verantwortung für die Mannschaft zu übernehmen und die Erfahrung weiter zu geben. Für die Jüngeren eine tolle Chance, mit Spielern zusammenzuspielen, die schon richtig Ahnung von Fußball haben. Am Abend galt es dann, Bosnien und Herzegowina im letzten Quali-Spiel gegen Italien zur WM zu schreien. Unser Betreuer mit Wurzeln nach Mostar konnte sich nach dem historischen Sieg zusammen mit den vielen kleinen und großen Fans des Außenseiters freuen. Am Mittwoch galt es, den Gipfel des Feldbergs zu erklimmen. Alle Kinder spazierten und kletterten die teilweise steilen letzten Meter auf den höchsten Berg des Taunus. Der hielt dabei als Handicap noch einige Schneefelder bereit, aus denen vermutlich die letzten Schneebälle des Winters geformt und verballert werden konnten. Am Abend stieg dann noch eine Party, bei der es reichlich Knabberspaß gab und vom DJ mächtig „eingeheizt“ wurde, wobei er alle Musikwünsche umsetzte. Den Donnerstag nutzten dann alle Teilnehmer, um die Vorzüge der großzügigen Jugendherberge und der näheren Umgebung im freien Spiel zu erleben. Insbesondere beim Tischtennis wurde dabei die Fähigkeit weiterentwickelt, den kleinen leichten Ball übers Netz zu bringen und beim Such-Fangen zeigten die Kinder ungeahnte Sprint-Fähigkeiten, um nicht gefangen zu werden. Mit einem Kinoabend und dem gemeinsamen Schauen des Kino Hits „Ein Minecraft Film“ kamen die Kinder dann nochmal alle zusammen und auch zur Ruhe. Am Freitag ging es wieder Richtung Bergen-Enkheim – angereichert mit viel frischer Luft aus dem Taunus. Aber auch der Gewissheit, dass man tolle neue Bekannte und Freunde bei der Germania gefunden hat, auch wenn sie nicht in derselben Mannschaft spielen - mit denen aber tolle Erlebnisse geteilt werden – auf der Osterfreizeit 2026. Die tolle Aussicht: 2027 wollen wir wieder dabei sein – bei der Jugendvereinsfreizeit der Germania zu Ostern in der 1. Ferienwoche vom 22. bis 26.3.2027.